Die Oberpfälzer Brücken bröseln

 

Bayerns Brücken bröseln langsam vor sich hin – und die CSU-Regierung sieht dem Verfall nahezu tatenlos zu.“ Ludwig Hartmann, Fraktionschef der Landtags-Grünen, kritisiert den extremen Wertverfall der bayerischen Straßenverkehrsinfrastruktur.

Insbesondere in der Oberpfalz sind diverse Brücken massiv baufällig“, beklagt der Grüne Bezirksvorsitzende und Bundestagsdirektkandidat Stefan Schmidt. Sowohl bei den Straßen als auch bei den Brücken in staatlicher Verwaltung gibt es Jahr für Jahr doppelt so viele neue Sanierungsfälle wie reparierte Bauwerke. Diese erschreckenden Zahlen offenbaren Antworten des CSU-Verkehrsministeriums auf aktuelle Anfragen der Landtags-Grünen.

Hartmann sieht in diesem Zusammenhang in den kommenden Jahrzehnten massive Haushaltsrisiken auf Bayern zukommen: „Wenn wir bei der Sanierung unserer Straßen und Brücken nicht langsam Fahrt aufnehmen, wächst uns das Problem über den Kopf.“

Alleine in der Oberpfalz gelten insgesamt 32 Brücken mit den Zustandsnoten 3,0 bis 4,0 als „nicht ausreichend“ bzw. „ungenügend“ und sind damit als dringend sanierungsbedürftig klassifiziert. Das sind 5 % aller Brückenbauten, womit die Oberpfalz bayernweit gemeinsam mit Unterfranken „spitze“ ist.

Dass dann ausgerechnet wieder in diesen beiden Bezirken prozentual am wenigsten Maßnahmen geplant sind, zeigt das Versagen der CSU-Staatsregierung“, so Schmidt.

Die Grünen sehen akuten Handlungsbedarf und fordern die Staatsregierung auf, endlich in den Erhalt der Infrastruktur zu investieren statt weiteren Neubau zu forcieren.

 

(PM vom 04.05.)

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