Ich freue mich, dass ich bei der Eröffnung der inklusiven Wohnanlage W.I.R. dabei sein durfte. ©Miriam Graf, Donau-Post

Leuchtturmprojekt der Inklusion

Nach mehr als fünf Jahren Vorbereitung und Bauzeit war es letzte Woche endlich soweit:  Das inklusive Wohnprojekt W.I.R. (Wohnen Inklusive Regensburg eG) wurde auf dem Gelände der ehemaligen Nibelungenkaserne in Regensburg eröffnet. Das bayernweit einzigartige Wohnkonzept umfasst 47 Wohnungen, in denen Menschen unterschiedlicher Generationen, allein oder mit Familie, mit und ohne Handicap zusammenkommen. Zwei spezielle barrierefreie „Cluster“-Wohnungen mit jeweils sechs Appartements ermöglichen auch schwerbehinderten Menschen, inmitten der Gemeinschaft zu leben. Unterschiedliche Gemeinschaftsräume, wie eine große Küche, ein Werkraum, ein schallgedämpfter Musikraum und der Innenhof mit Spielplatz können von allen derzeit 75 Bewohnern genutzt werden und erlauben eine gemeinsame Freizeitgestaltung.

Das inklusive Wohnprojekt geht auf die Idee der beiden Familien Fischer und Purschke zurück, die ihren geistig behinderten Kindern ein selbstbestimmtes Leben inmitten einer Gemeinschaft ermöglichen wollten. Sie legten die Wohnanlage als Genossenschaftsmodell an. Ich freue mich, dass ich bei der Eröffnung des Leuchtturmprojektes dabei sein durfte. Ich bin von dem Konzept der inklusiven Wohnanlage überzeugt und finde es super, wenn sich vielfältiges Leben auch in gemeinsamen Wohnen abbildet. Das Beispiel von W.I.R sollte Schule machen. Dafür setze ich mich ein.

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