Hauptgeschäftsführung um Jürgen Kilger (l.) und Hand Schmidt (r.) und Präsidium um Kathrin Zellner (2.v.l.), Richard Hettmann (3.v.r.) und Konrad Treitinger (2.v.r.) empfingen MdB Erhard Grundl (3.v.l.) und mich in der HWK in Regensburg. ©Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz.

Das Handwerk für die Zukunft rüsten

„Das Handwerk ist eine Wirtschaftsmacht in Ostbayern.“ Mit diesen Worten empfingen Präsidium und Geschäftsführung der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz (HWK) meinen grünen Bundestagskollegen Erhard Grundl und mich zu einem Gespräch am Regensburger Standort.

Trotz der starken Umsatz- und Mitarbeiterzahlen der Handwerksbranche in Ostbayern kämpfen viele Handwerksbetriebe mit Nachwuchsproblemen, insbesondere im Bereich der Unternehmensübergabe, wie Hans Schmidt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, erläuterte. Wird in kleineren Familienbetrieben die Nachfolge innerhalb der Familie geregelt, fehlen größeren Handwerksbetrieben häufig Interessenten für die Unternehmensübernahme. Schmidt zufolge liegt der Grund hierfür nicht zuletzt in dem schwierigen Image von Handwerksberufen. Um den Mythos von harter Arbeit und geringem Lohn zu entkräften und das Image des Handwerks zu heben, veranstaltet die HWK regelmäßig Informationsveranstaltungen.

Der „Kampf um Fachkräfte“ ist ein weiteres Problem des Handwerks, so Schmidt. Deswegen fokussiert sich die HWK auf Berufsorientierungsprogramme – nicht nur für Schüler*innen von Mittel- und Realschulen, sondern auch von Gymnasien. Zu den weiteren Zielgruppen gehören neben Akademikern auch Studienabbrecher und Geflüchtete. Die Erfahrungen der Handwerksbetriebe mit Geflüchteten sind dabei sehr gut, bestätigte Schmidt. Ferner brechen Geflüchtete ihre Ausbildungen nicht häufiger ab als alle anderen.

Trotz der stabilen Lehrlingszahlen muss sich das Handwerk für die Zukunft rüsten. Dabei unterstützen wir Grüne die Forderung von Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger nach einem Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte und der Stärkung des ländlichen Raumes.

Verwandte Artikel