Trotz Geburtenzunahme: Immer weniger Geburtsstationen

PRESSEMITTEILUNG zu meiner schriftlichen Frage an das Gesundheitsministerium zur Entwicklung der Geburtsstationen in bayerischen Krankenhäusern

Immer mehr Krankenhausgeburten in Bayern, aber zugleich immer weniger Geburtsstationen – das ist das Ergebnis einer schriftlichen Frage des Oberpfälzer Bundestagsabgeordneten der Grünen, Stefan Schmidt, an die Bundesregierung. Daraus geht hervor, dass in Bayern in den letzten zehn Jahren 40 Geburtsstationen geschlossen haben. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Geburten innerhalb der letzten Jahre kontinuierlich an, zuletzt um rund 6.000 Geburten pro Jahr. Aktuell gibt es nur noch 109 Geburtsstationen in Bayern, auf denen 123.464 Kinder im Jahr 2016 zur Welt kamen.

Schmidt sieht diese Entwicklung als problematisch an: „Eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Geburtshilfe erfordert, dass Frauen eben auch in Wohnortnähe eine Geburtsstation erreichen können. In den letzten Jahren wurden diese jedoch kontinuierlich abgebaut, insbesondere in ländlichen Regionen.“ Diese Entwicklung erschwere auch Hausgeburten und Geburten in Geburtshäusern, für die eine stationäre Krankenhausversorgung in der Nähe fundamental ist.

Zu einer sicheren Geburt gehöre selbstverständlich auch eine ausreichende Versorgung mit Hebammen. Hier gebe es laut Schmidt momentan eine gravierende Unterversorgung.

Die Geburtenentwicklung der letzten Jahre sollte vielmehr als Anreiz dienen, bestehende Geburtsstationen zu erhalten und nach Möglichkeit Neueröffnungen zu fördern, so hofft Schmidt.

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