v.l.n.r.: MdB Stefan Schmidt, Jasmin Simmel, MdEP MArtin Häusling

Europa trifft die Oberpfalz

So kann ein Tag im Wahlkreis in der sogenannten parlamentarischen Sommerpause aussehen: Gespräche über die EU-Agrarpolitik, bewusste und nachhaltige Ernährung und der Verzicht auf Verpackungsmüll.
Für den Besuch des Grünen-Europaabgeordneten Martin Häusling Mitte Juli in der Oberpfalz hatten wir uns viel vorgenommen.
Zum Auftakt haben wir uns in Regensburg mit dem Bayerischen Bauernverband (BBV) ausgetauscht. Inhalte beim Gespräch mit Kreisverbands-Geschäftsführer Josef Wittmann, Kreisobmann Johann Mayer, stellv. Kreisobmann Thomas Scheuerer und der stellv. Kreisbäuerin Rosmarie Meßner waren unter anderem die EU-Fördermittel. Um die Mittel zumindest annähernd in Höhe der gegenwärtigen Förderung zu halten, müssen aus unserer Sicht auch die Umweltverbände miteinbezogen werden und die Umweltleistungen der Landwirtschaft bei der EU-Förderung stärker honoriert werden. Ein Diskussionspunkt war auch die große Exportorientierung der deutschen Bauern, die die Chancen auf dem asiatischen, bzw. chinesischen Markt suchen. Ob Schweinefleisch aus Deutschland in chinesischen Kühlschränken eine nachhaltige und tragfähige Strategie ist, muss aus unserer Sicht durchaus kritisch hinterfragt werden. Auch die Tatsache, dass nach wie vor 98% des produzierten Fleisches rein konventionell erzeugt werden, ist bezeichnend. Weiterer Gespräche zwischen dem BBV und uns Grünen bedarf es zur Ansicht des Bauernverbandes, dass Bio-Bauern über-fördert seien und auch zum Thema Ferkelkastration ohne Betäubung.


Aus dem anschließenden Mittagessen haben wir ebenfalls einen produktiven Termin gemacht. Bei einem Essen im Leeren Beutel haben wir uns mit Christoph Hauser von Hausers Kochlust und slowfood Regensburg ausgetauscht. Christoph ist ein spannender Typ mit interessanten Ansichten – ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit ihm.
Danach haben wir dem „Füllgut – die Mehrwegerei“ bei Jasmin Simmel einen Besuch abgestattet. Wer das Konzept noch nicht kennt: Das Füllgut ist ein Unverpackt-Laden. Hier können sich die Kund*innen alle möglichen Produkte abfüllen. Neben naheliegenden Dingen wie Obst, Kaffee oder Haferflocken gibt es auch Shampoo oder Deo. Durch den Verzicht auf Verpackung wird jede Menge Plastikmüll vermieden. Ein toller Ansatz aus Regensburg, den ich Martin gerne vorstellen wollte.
Damit war der Tag aber noch nicht abgeschlossen: Martin Häusling absolvierte im Kloster Plankstetten eine vom Grünen-Kreisverband Neumarkt organisierte Veranstaltung, während ich in Cham bei einer Veranstaltung zur Energiewende teilgenommen habe.

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