Es wird eng im Zwischenlager Mitterteich

PRESSEMITTEILUNG

Eine Anfrage des Oberpfälzer Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Schmidt offenbart, dass das Zwischenlager Mitterteich mit radioaktivem Abfall aus dem Atomkraftwerk Gundremmingen gefüllt werden soll.

„Wie mir das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mitteilt, steht für radioaktive Abfälle aus dem Kernkraftwerk Gundremmingen ein Gebindevolumen von 7.866 Kubikmetern zur Verfügung. Man hat hier also offensichtlich schon sehr detaillierte Berechnungen und genaue Pläne in der Schublade, was mit dem Abbruchmaterial passieren soll“, wie Schmidt ausführt. Nach Berechnung des Grünen-Politikers entspricht diese Menge etwa 29.000 zusätzlichen 200-Literfässern mit radioaktivem Abfall. „Meiner Kenntnis nach waren 2014 etwas mehr als 7.700 Kubikmeter radioaktive Stoffe im Zwischenlager Mitterteich gelagert – damit soll jetzt nochmal dieselbe Menge dazukommen. Die erlaubte Lagerkapazität dürfte damit erreicht sein. Sprich: Mitterteich wird mit radioaktivem Müll aus dem Atomkraftwerk Gundremmingen vollgemacht“, so Schmidt weiter.

Eine kritische Infragestellung der Pläne und der Sicherheit des Zwischenlagers ist für den Oberpfälzer Bundestagsabgeordneten und die Grünen-Landtagsabgeordnete Anna Toman aus Bärnau überfällig. So gibt es nach wie vor keinerlei Beschränkungen für den zivilen oder militärischen Flugbetrieb im Bereich des Zwischenlagers und auch keinen entsprechenden Katastrophenplan für den Fall eines Flugzeugabsturzes oder eines Unfalls beim Transport des radioaktiven Abfalls. „Wie lange soll der Müll aus Gundremmingen in Mitterteich eingelagert werden? Wie sind die weiteren Pläne für das Zwischenlager? Wo landet der restliche Müll aus Gundremmingen? Wohin soll weiteres Abbruchmaterial gebracht werden?“, wirft Schmidt relevante Fragen auf, zu denen er gegenüber der Bundesregierung nachhaken wolle.

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