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Pressemitteilung - MdB Stefan Schmidt befragt Bundesregierung zum geplanten Regio-S-Bahn-Netz

MdB Stefan Schmidt befragt Bundesregierung zum geplanten Regio-S-Bahn-Netz

Umsetzung für attraktiven Schienennahverkehr im Raum Regensburg in weiter Ferne

Der Bund und das Land Bayern müssen sich für eine gegenüber der Straße konkurrenzfähige Regio-S-Bahn für den Großraum Regensburg deutlich besser abstimmen. Aus Sicht der Staatsregierung muss der Bund erst die Schieneninfrastruktur auf Vordermann bringen. Die Bundesregierung sieht für das Projekt dagegen das Land Bayern in der Pflicht.

Der Regensburger Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol sagt dazu: „Die Staatsregierung und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) müssen das Regio-S-Bahn-Netz für die Region Regensburg mit Nachdruck beim Bund vorantreiben. Es reicht nicht, wenn die bayerische Verkehrsministerin mit dem Finger auf den Bund zeigt. Da müssen Staatsregierung, aber auch Stadt und Landkreis Regensburg politisch mehr Druck machen.“

Wolfgang Bogie vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) sieht in dem geplanten Regio-S-Bahn-Netz eine große Chance: „Als VCD sehen wir in der Sanierung des Pfaffensteiner Tunnels eine große Chance für den öffentlichen Nahverkehr. Das geplante Regio-S-Bahn-Netz hat genügend Kapazität, die Pendlerinnen und Pendler aus Norden aufzunehmen. Alle Seiten müssen jetzt entsprechende Anstrengungen unternehmen, um beide Maßnahmen zeitlich zu koordinieren.“

Der Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt kritisiert die mangelhafte Abstimmung: „Der Bund hat vom dem Gutachten relativ wenig Ahnung und die nötigen Ausbaumaßnahmen für ein Regio-S-Bahn-Netz nicht auf dem Schirm. In die Sanierung des Pfaffensteiner Tunnels oder den Bau der unnötigen Sallerner Regenbrücke sollen Millionen von Steuermitteln gesteckt werden. Trotzdem hat die Bundesregierung keine Kenntnis davon, wie sich ein attraktiver Schienenpersonennahverkehr zwischen Regensburg, Schwandorf, Cham und Neumarkt auf den Straßenverkehr auswirkt. Da drängt sich der Verdacht auf, dass hier mehr Wahlkampf als Substanz dahinter steckt.“

In dem Ende des vergangenen Jahres vorgestellten Gutachten für eine Regio-S-Bahn für den Großraum Regensburg skizziert die BEG viele Verbesserungen. Dazu gehören neben einem attraktiveren Verkehrsangebot auch zahlreiche neuen Haltestellen zum Beispiel in Burglengenfeld, Neumarkt-Süd oder an der Klenzebrücke in Regensburg. Auch vielfältige Maßnahmen an Schieneninfrastruktur wie ein Umbau des Gleisvorfelds am Hauptbahnhof Regensburg, eine Blockverdichtung Regensburg-Neumarkt oder eine Reaktivierung der Strecke Maxhütte-Haidhof-Burglengenfeld sind Bestandteil des Gutachtens.

15.03.2021

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