Ausschuss für Tourismus

Der Tourismus in seiner ganzen Vielfalt spielt in unserem Land und auch gerade für Bayern eine wichtige Rolle. Als Mitglied im Ausschuss für Tourismus liegt es mir am Herzen, entsprechende zielgerichtete Impulse zugunsten eines nachhaltigen und sanften Tourismus in die parlamentarische Arbeit einzubringen. Hier gilt es, die Rahmenbedingungen zugunsten eines ökologisch vertretbaren und wirtschaftlich tragbaren Tourismus anzupassen.
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Pressemitteilung - "Masse statt Klasse – Umweltminister Glauber tritt Naturschutz im Höllental mit Füßen"

PRESSEMITTEILUNG

Masse statt Klasse – Umweltminister Glauber tritt Naturschutz im Höllental mit Füßen

Die Kassen der Kommunen sind leer, die Wirtschaft steht auf wackeligen Beinen und der Tourismus befindet sich nach wie vor im Schatten der Corona-Krise. Ausgerechnet jetzt hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber zusammen mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger seine Zustimmung zum Bau der Frankenwaldbrücken gegeben. Eine davon soll die längsten Fußgängerbrücken der Welt werden – die Gesamtkosten sind von zehn über achtzehn auf derzeit 22 Millionen Euro gestiegen.

„Ich halte das für eine gigantische Fehlentscheidung“, so Stefan Schmidt, Grünen-Bundestagsabgeordneter aus der Oberpfalz und Mitglied im Tourismus-Ausschuss. „Das Höllental ist ein hoch sensibles Naturschutzgebiet, das auch ohne die Brücken äußerst sehenswert ist – davon habe ich mich schon mehrfach vor Ort überzeugen können.“ Zusammen mit seinem Landtags-Kollegen Tim Pargent hatte Schmidt schon mehrfach auch finanzielle Zweifel an dem Vorhaben geäußert: „Das RÖFE- Förderprogramm, das als Einziges für die Brücken in Frage kommt, fordert verpflichtende Barrierefreiheit, doch diese ist nach wie vor nicht gegeben.“

Gerade in Corona-Zeiten sollte der Tourismus sanfter und kleinteiliger gedacht werden, statt dem Höher-Schneller-Weiter-Prinzip zu folgen, fordert Schmidt. „Auf der Homepage des bayerischen Umweltministeriums wirbt Glauber für Naturtourismus, Nachhaltigkeit und Artenvielfalt – nur um dann die Empfehlung des Naturschutzbeirates der Regierung Oberfranken mit Füßen zu treten. Das ist ein Affront gegen die Expertinnen und Experten, die Umwelt und seine eigene Glaubwürdigkeit.“

11.08.2020

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