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Pressemitteilung - Bayern stellt sich bei Barrierefreiheit selbst ein Armutszeugnis aus

Bayern stellt sich bei Barrierefreiheit selbst ein Armutszeugnis aus

Oberpfalz geht bei zweiter Säule des 1.000 Bahnhöfe Programms leer aus

 

Die Barrierefreiheit an Bahnhöfen in Bayern bleibt auch mit dem 1.000 Bahnhöfe Programm des Bundesverkehrsministeriums vielerorts ein Trauerspiel.

Obwohl es eine Reihe grundsätzlich geeigneter Bahnhöfe wie Neukirchen bei Sulzbach, Cham oder Parsberg für das Programm gibt, geht die Oberpfalz komplett leer aus.

Auf Anfrage des Regensburger Grünen-Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt informiert die Bundesregierung, dass in der zweiten Säule des Programms für mittelgroße Bahnhöfe (1.000 - 4.000 Fahrgäste am Tag) mit Gunzenhausen und Kaufbeuren lediglich zwei Bahnhöfe aus Bayern zum Zug kommen.

„Anstatt eine wirklich chancenreiche Liste mit passenden Bahnhöfen einzureichen, hat die Staatsregierung einfach mal 69 Bahnhöfe angemeldet. Das sind mehr Bahnhöfe, als aus allen anderen Bundesländern zusammen in dieser Säule barrierefrei umgebaut werden sollen. Wie unwichtig der Staatsregierung das Thema Barrierefreiheit zu sein scheint, zeigt sich auch daran, dass von diesen 69 Stationen tatsächlich nur 59 Bahnhöfe überhaupt die notwendigen Kriterien des Programms erfüllen. Da konnte offenbar selbst Andreas Scheuer nichts mehr für Bayern retten. Das Ergebnis einer maßlosen und noch dazu fehlerhaften Anmeldung: Nur die Bahnhöfe in Gunzenhausen und Kaufbeuren finden letztlich in dem Programm Berücksichtigung. Es ist bezeichnend, wie leichtfertig die Staatsregierung hier Chancen für mehr Barrierefreiheit verschleudert“, so Schmidt kopfschüttelnd.

Damit bleibt es dabei, dass aus der Oberpfalz mit Sünching und Schwarzenfeld nur zwei kleinere Bahnhöfe aus der ersten Säule des 1.000 Bahnhöfe Programms profitieren.

(Ende)

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