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Pressemitteilung - Mit Balkonsolaranlagen die Energiewende nach Hause holen – Bürokratiehürden abbauen

Mit Balkonsolaranlagen die Energiewende nach Hause holen – Bürokratiehürden abbauen

Zu den geplanten Vereinfachungen beim Anschluss von Balkonkraftwerken erklärt Stefan Schmidt, Grüner Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Regensburg:

„Erneuerbare Energien sind Klimaschutz, Kostenersparnis und Energieunabhängigkeit in einem. Deswegen machen immer mehr Menschen aktiv bei der Energiewende mit und werden selbst zu Energieproduzent*innen. Diesen Weg gehen wir gemeinsam mit den Menschen konsequent weiter und räumen bürokratische Hürden aus dem Weg. Wir schaffen einen Rechtsanspruch auf die Installation von Steckersolargeräten – auch Balkonkraftwerke genannt. Einen Gesetzesvorschlag soll es noch in diesem Sommer geben. Die Mini-Solaranlagen können einfach an die Steckdose angeschlossen werden, damit sind sie optimal geeignet für Menschen, die keine PV-Anlage auf ihrem Dach installieren können. Trotzdem können diese Anlagen einiges leisten: Haushalte können bis zu 20 Prozent ihres Strombedarfs mit Balkonkraftwerken decken und somit einen deutlichen Teil ihrer Stromkosten sparen. Ein Balkonkraftwerk kann sich so nach bereits wenigen Jahren amortisieren.

Bisher scheiterte die Installation für Mieter*innen oder in Häusern mit mehreren Wohnungsbesitzer*innen oft an Vermieter*innen oder langwierigen Abstimmungen. Durch die geplante Gesetzesänderung wird das bald ein Ende haben. Denn der Antrag auf Installation wird künftig nicht mehr gegenüber Vermieter*innen oder der Eigentümerversammlung begründet werden müssen. Das wird eine enorme Erleichterung und Zeitersparnis sein. Finanziell gibt es bereits einige Anreize: Die Mehrwertsteuer für Balkonsolar und kleine PV-Anlagen haben wir bereits abgeschafft. Das habe ich beim Jahressteuergesetz selbst verhandelt. Außerdem stellen auch bayerische Kommunen Förderungen bereit, damit möglichst viele Bürger*innen von günstigem Sonnenstrom profitieren. Auch in Regensburg können zum Beispiel Privatpersonen einen Zuschuss von 150 Euro pro Anlage für Balkonsolar beantragen.

Mit den jetzigen Veränderungen haben wir bereits viel Bürokratie abgebaut und eine deutliche Verbesserung geschaffen. Aber wir wollen noch sehr viel mehr: Die Anmeldung der Anlagen soll stark vereinfacht werden. Außerdem wollen wir übergangsweise die Möglichkeit schaffen, dass der selbst erzeugte Solarstrom alte Stromzähler rückwärts drehen lässt. So ist auch vor der Installation moderner Zähler sauberer Strom vom Balkon möglich.“

02.06.2023

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