22. Juli 2026

Statement zum Referentenentwurf zur Einführung einer Frühstartrente

Zum heute veröffentlichten Referentenentwurf zur Einführung einer Frühstartrente erklärt Stefan Schmidt, Mitglied im Finanzausschuss und Berichterstatter für die private Altersvorsorge für Bündnis 90/ Die Grünen im Bundestag:

„Der Vorschlag zur Frühstartrente aus dem Finanzministerium ist besser als erwartet. Mit der kollektiven Lösung wird die Breite der Bevölkerung erreicht und damit auch diejenigen Kinder, deren Eltern sich nicht aktiv mit der Frühstartrente auseinandersetzen. Es ist ein schlauer Schachzug, die Frühstartrente an das neue Standarddepot in der privaten Altersvorsorge zu koppeln, ohne dabei Abschluss- und Vertriebsgebühren erheben zu dürfen. Damit wird die Frühstartrente erst recht attraktiv. Ich gehe davon aus, dass viele Eltern dafür das öffentlich verwaltete Standarddepot wählen werden, das auch dauerhaft günstig geführt werden soll. Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung das öffentlich verwaltete Standarddepot pünktlich zum 1. Januar 2027 auf den Markt bringt. Mit diesem Vorschlag legt Minister Klingbeil einen ersten Grundstein für eine unkomplizierte, kostengünstige und renditestarke Frühstartrente. Warum aber ältere Jahrgänge komplett leer ausgehen sollen, erschließt sich mir nicht. Für diese Ungleichbehandlung gibt es keinen Grund. Die Frühstartrente wird nur dann zur Erfolgsgeschichte, wenn sie flächendeckend für alle Minderjährigen ab 6 Jahren startet.“