MdB Schmidt: „Klimaschutz im Tourismus bleibt eine einzige Leerstelle“
„Es ist wirklich erschreckend, dass der Klimaschutz im Tourismus eine einzige Leerstelle bleibt. Statt die Tourismusbranche bei der Mammutaufgabe Klimaneutralität zu unterstützen, wälzt die Bundesregierung die Verantwortung dafür einfach auf die Unternehmen und Länder ab“, kommentiert Stefan Schmidt, Sprecher für Tourismuspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, die Antworten der Bundesregierung auf seine Kleine Anfrage zu den ökologischen Leerstellen in der Nationalen Tourismusstrategie.
Schmidt weiter: „Was an der Nationalen Tourismusstrategie strategisch sein soll, erschließt sich mir nicht: Die Bundesregierung bescheinigt den Tourismusunternehmen mit Blick auf ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit ein eigenes Interesse an Klimaneutralität, plant aber nicht, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Sie hat einfach keine Antwort auf die Frage, wie der Tourismus in Deutschland in den kommenden Jahren klimaneutral, insgesamt nachhaltiger und damit langfristig erfolgreich gestaltet werden soll.“
Das zeigt sich auch an der kontinuierlichen Kürzung wichtiger Fördermittel für den Tourismus, wie den GRW-Mitteln, was Schmidt kritisiert: „Die Bundesregierung hat kein Interesse, den notwendigen finanziellen Rahmen für einen nachhaltigen Tourismus zu setzen. Damit gefährdet sie letztlich die Zukunftsfähigkeit einer ganzen Branche.“
In ihrer Antwort informiert das Bundeswirtschaftsministerium u.a. darüber, dass es nicht plant, die bestehenden Förderprogramme mit Bezug auf Klimaneutralität und Nachhaltigkeit anzupassen oder die Maßnahmen der Nationalen Tourismusstrategie zu evaluieren. Ihr Nichthandeln begründet sie damit, dass verbindliche Klimaziele im Tourismus fehlten.
Hier finden Sie die Antwort der Bundesregierung auf meine Kleine Anfrage.
