MdB Schmidt: „Klimafreundlich in den Urlaub fahren muss zum Standard werden“
„Wir müssen endlich die Weichen dafür stellen, dass die Menschen auch ohne fossile Verkehrsmittel problemlos verreisen können. Klimafreundlich in den Urlaub zu fahren, muss zum Standard werden“, sagt Stefan Schmidt, Sprecher für Tourismuspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, in Bezug auf den grünen Antrag „Klimafreundlich in den Urlaub – Nachhaltige Mobilität zum Standard machen“. Die grüne Bundestagsfraktion bringt den Antrag am heutigen Donnerstag, 9. Juli, und damit pünktlich zur Hauptreisezeit in den Bundestag ein.
Schmidt hat den Antrag initiiert. Er verweist darauf, dass der Tourismus für knapp neun Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist: „Die An- und Abreise ist leider noch immer der größte Klimakiller im Tourismus. Gleichzeitig bietet sich hier ein wirkungsvoller Hebel. Deswegen führt kein Weg an einer umfassenden Mobilitätswende vorbei.“
In ihrem Antrag fordern die Grünen den Luft- und Straßenverkehr bestmöglich auf die klimafreundliche Schiene zu verlagern, indem u.a. der Fernverkehr flächendeckend und der europäische Nachtzugverkehr massiv ausgebaut sowie das Buchungs- und Ticketsystem für Bahnreisen europaweit vereinfacht werden soll. Gleichzeitig wollen die Grünen die klimafreundliche Transformation des Luftverkehrs unterstützen und auch die Elektromobilität im Autoverkehr konsequent fördern.
Laut Schmidt wünschten sich auch die Menschen vor Ort weniger fossilen Reiseverkehr, wie beispielsweise die Proteste von Anwohnenden entlang der Brennerautobahn A13 in Österreich im Frühjahr zeigten. Für den Kurs der Bundesregierung findet er kritische Worte: „Statt den Fokus auf einen nachhaltigen und damit wettbewerbsfähigen Tourismus zu legen, fördert die Bundesregierung mit dem Tankrabatt oder der Senkung der Luftverkehrssteuer die fossile Mobilität von gestern. Damit ignoriert sie die Herausforderungen der touristischen Mobilität und versäumt es, den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig zu stärken und mit Blick auf die gemeinsamen Klimaziele weiterzuentwickeln.“
Der Antrag wird heute vom Bundestag ohne Debatte in die Ausschüsse überwiesen, wo sich die Abgeordneten nach der Sommerpause weiter damit befassen werden.
Hier finden Sie unseren Antrag.
