17. August 2026

Statement zum Kabinettsbeschluss zur Frühstartrente

Zum Kabinettsbeschluss zur Einführung einer Frühstartrente erklärt Stefan Schmidt, Mitglied im Finanzausschuss und Berichterstatter für die private Altersvorsorge für Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag:

„Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss zur Frühstartrente geht die Bundesregierung einen Schritt in die richtige Richtung. Sie schafft die Voraussetzung für eine unkomplizierte, kostengünstige und renditestarke Frühstartrente – wenn auch nur für wenige. Mit der kollektiven Lösung wird die breite Bevölkerung erreicht und damit auch Familien, die sich bisher nicht aktiv mit Altersvorsorge und Kapitalmarkt auseinandergesetzt haben. Kritisch sehe ich allerdings nach wie vor, dass keine Lösung für eine individuelle Kontoführung ohne Aktion der Eltern vorgesehen ist. Für diese Gruppe bräuchte es idealerweise für jedes Kind die individuelle Anlage im öffentlich verwalteten Standarddepot. Auch für die Frühstartrente muss dessen Einrichtung nun endlich höchste Priorität haben und zeitnah umgesetzt werden. Dass im Kabinettsbeschluss die älteren Jahrgänge weiterhin komplett leer ausgehen, ist ein Armutszeugnis dieser Bundesregierung. Für diese Ungleichbehandlung gibt es keinen Grund. Damit vergibt die Bundesregierung die Chance, einen echten Paradigmenwechsel für die gesamte junge Generation zu schaffen und nicht nur für die Jahrgänge ab 2020.“