Kommunen & ländlicher Raum

Darüber hinaus bin ich als stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft. Ich stehe für eine bäuerliche grüne Landwirtschaft ein, die die Interessen von Landwirt*innen, Verbraucher*innen, von Ökologie und Tierschutz gleichermaßen berücksichtigt.
Auch im Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen bin ich stellvertretendes Mitglied und setze mich an dieser Stelle für lebenswerte Kommunen ein. Die Politik muss Lebenschancen für alle Bürger*innen schaffen und so auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Immer mehr Metzgereien und Bäckereien müssen aufgeben

PRESSEMITTEILUNG MdB Stefan Schmidt: Immer weniger Lebensmittelhandwerk in Bayern

Zum Ergebnis einer Kleinen Anfrage der Bundestagfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen erklärt der Oberpfälzer Grünen-Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt:

"Der Rückgang der Betriebe im regionalen Lebensmittelhandwerk scheint unaufhaltsam. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung handelt und das regionale Lebensmittelhandwerk stärkt. Besonders bei den Bäckereien und Fleischereien geht es stetig bergab. So gab es in Bayern 2008 noch 3.629 Fleischereien, 2016 waren es nur noch 2.652. Das ist ein Rückgang um knapp 27 Prozent. Bei den Bäckereien sieht es ähnlich dramatisch aus: Innerhalb von acht Jahren ist der Anteil an Bäckereien um mehr als 25 Prozent zurückgegangen, von 2.873 Betrieben im Jahr 2008 auf 2.144 Bäckereien im Jahr 2016. Die Situation wird nochmal dadurch verschärft, dass vor allem die kleinen Unternehmen schließen müssen. Auch die Infrastruktur vom vor- und nachgelagerten lebensmittelverarbeitenden Gewerbe bricht weg, wie beispielsweise die Mühlen. Wir brauchen das regionale Lebensmittelhandwerk, um Arbeitsplätze in den Regionen und die regionale Vielfalt bei den Lebensmitteln zu erhalten. Gerade auf dem Land haben Bäckereien und Metzgereien einen ganz besonderen Wert. Doch genau dort schließen die letzten Läden ihre Pforten. Deshalb müssen endlich Bürokratie abgebaut, Erleichterungen für kleine Betriebe gefunden und die Bevorteilung der industriellen Großbetriebe u.a. durch das staatliche Fördersystem (GRW) ein Ende gesetzt werden. Wir wollen mehr regionale Vielfalt statt immer mehr Konzentration auf wenige Großkonzerne."

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